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Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum

Lupe

Laufzeit: August 2009–Mai 2012

Projektleiterin:

Wissenschaftliche Durchführung:

  • Dipl.-Umweltwiss. Melanie Herget


Ziel des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Volkswagen AG Konzernforschung geförderten Projekts „Nachhaltige Regionalentwicklung am Beispiel umwelt- und familienfreundliche Mobilität“ ist es, sowohl bei Familien im ländlichen Raum als auch bei Akteuren der ländlichen Regionalentwicklung das Bewusstsein für zukünftige Mobilitätsherausforderungen und -chancen zu schärfen und nach angemessenen und tragfähigen Kommunikationskonzepten für umwelt- und familiengerechte Mobilitätsangebote zu suchen.

Um die Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen der Akteure in ländlichen Räumen gezielt miteinander verknüpfen, sind fünf Projektmodule vorgesehen:

 

 

Lupe

1. Auf einem Expert_innen-Workshop mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden werden die Erfahrungen zu zentralen Akteur_innen, Herausforderungen und Lösungsstrategien zu umwelt- und familienfreundlicher Mobilität im ländlichen Raum als Wissenslandkarten gebündelt. Zudem werden die Ergebnisse einer eigens für dieses Projekt durchgeführten Auswertung von zwei bundesweiten Mobilitätsbefragungen vorgestellt. Ziel ist, sowohl den aktuellen Kenntnisstand als auch offene Fragen leichter erfassen und kommunizieren zu können.

2. Im Rahmen einer qualitativen Befragung von Familien in zwei ländlichen Regionen Deutschlands (Emsland und Landkreis Ludwigslust) werden Mobilitätsmuster und Innovationseinstellungen ermittelt und als „Familienportraits“ aufbereitet. Forschungsleitende Fragen:

  • Welche mobilitätsbezogenen Bedrohungen und welche mobilitätsbezogenen Bewältigungsmöglichkeiten sehen Elternteile im ländlichen Raum für ihre aktuelle und zukünftige Situation?
  • Wie bewerten Elternteile im ländlichen Raum ausgewählte Mobilitätsdienstleistungen und Mobile Dienstleistungen?


3. Über eine Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie werden Best-Practice-Beispiele für umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum als Steckbriefe zusammengestellt. Begründete Schätzungen des jeweiligen Beitrags zum Umweltschutz werden ermittelt. Zusammen mit weiteren Angaben zur sozialen Inklusion/Exklusion ergeben sich so informative Entscheidungs- und Argumentationshilfen.

4. Im Rahmen eines Multiplikator_innen-Workshops mit Medienvertreter_innen, Verbänden und Verkehrsgesellschaften, aber auch interessierten Teilnehmenden der Befragung werden schließlich die Kommunikationsprodukte des Projekts (Wissenslandkarten, Familienportraits und Best-Practice-Steckbriefe) vorgestellt. Darauf aufbauend werden in Kleingruppen Kommunikationsstrategien entwickelt, wie alternative Mobilitätskonzepte innovativ und attraktiv kommuniziert werden können.

5. Die gesamten Projektergebnisse werden in Form eines Multiplikator_innen-Handbuchs redaktionell und illustrativ aufbereitet und allen Bundesländern zur Verfügung gestellt.


Dieses Projekt ist eingebettet in die Forschung des Fachgebiets Integrierte Verkehrsplanung. Grundsätzlich stehen für uns die verkehrsträgerübergreifenden Aspekte und die Wechselwirkungen zwischen Verkehr, Raumstruktur, Gesellschaft, Umwelt, Technik und Wirtschaft  im Zentrum. Mit dieser Schwerpunktsetzung verschränkt das Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung die Beiträge der drei klassischen Teilbereiche der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) für das Handlungsfeld Mobilität. Unsere Themenwahl und Arbeitsweise ist dabei stets zukunftsbezogen und orientiert sich an dem gesellschaftlichen Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung. Damit die oftmals komplexen und interdisziplinären Ergebnisse unserer Arbeit auch tatsächlich verstanden und weitergetragen werden, legen wir großen Wert auf eine ansprechende und zielgruppengerechte Dokumentation und Kommunikation der Ergebnisse und praktizieren eine breite Zusammenarbeit und Vernetzung mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren.

In diesem Sinne verfolgt das hier beschriebene Projekt das Ziel, Beispiele guter Praxis in die Breite zu transferieren und die weitere Vernetzung derjenigen Akteur_innen zu unterstützen, die entscheidend sind für die Gestaltung und Akzeptanz einer ländlichen umwelt- und familienfreundlichen Mobilität. Die im Rahmen der Workshops eingesetzten Beteiligungsverfahren sowie die Endprodukte des Projekts (Akteurs- und Wissenlandkarten, Ausstellung "Familienportraits", Best-Practice-Steckbriefe, Handbuch) sollen sowohl für Regionalkonferenzen in anderen Bundesländern als auch zur Bearbeitung weiterer Nachhaltigkeitsthemen interessante und übertragbare Anregungen bieten.

Mit diesem Projekt werden dabei wichtige Kompetenzen im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (siehe www.bne-portal.de) vermittelt:  Im Rahmen des Expert_innen- und des Multiplikator_innen-Workshops werden von den Teilnehmenden die eigenen Leitbilder und die anderer reflektiert und Meinungsverschiedenheiten möglichst konstruktiv bewältigt. Es werden interdisziplinär Erkenntnisse gewonnen und vorausschauendes Denken und Handeln praktiziert.
Im Rahmen der vorgesehenen Gespräche mit Landfamilien werden Ergebnisse der Zukunftsforschung als Erzählstimuli genutzt und sollen subjektiv bewertet werden. Die zukunftsbezogene Form der Gesprächsführung soll die Befragten dabei unterstützen, Lebenspläne unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit zu entwerfen.

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