direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Newsletter ‚Mobil-Famil-Land‘, Ausgabe 1/2010

Willkommen zum ersten Newsletter - wir freuen uns, dass Sie sich für unser Projekt „Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum" interessieren!

Im Folgenden bieten wir Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Volkswagen AG Konzernforschung, und wir geben einen aktuellen Lesetipp.


1. Erfolgreicher ExpertInnen-Workshop in Berlin

2. Auswertung zum Verkehrsverhalten von Familien in ländlichen Räumen

3. Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung"

4. Ausblick: Interviews mit Familien

5. Aktueller Lesetipp

6. Veranstaltungen oder Neuerscheinungen? - Melden Sie sich!


1. Erfolgreicher ExpertInnen-Workshop in Berlin

Am 29.1.2010 fand in der Europäischen Akademie Berlin ein ganztägiger ExpertInnen-Workshop statt zum Thema „Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum". Auf diesem Workshop führten die eingeladenen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden ihre Erfahrungen und ihr Wissen in Form von sogenannten ‚Wissenslandkarten‘ zusammen.

Zu den erarbeiteten ‚Wissenslandkarten‘ gehört eine Übersicht über zentrale Problemfelder, die aus Sicht der Workshop-TeilnehmerInnen zurzeit die Umsetzung von umwelt- und familienfreundlichen Mobilitätsangeboten begrenzen.

Darauf aufbauend entwickelten die Workshop-Teilnehmenden für ausgewählte Problemfelder Stategiepfade, d. h. sie formulierten konkrete Ziele, die zur Lösung des jeweiligen (Teil-)Problems angestrebt werden (sollten) sowie Maßnahmen und Empfehlungen, die dazu beitragen können, das jeweilige Problem zu lösen oder mindern.

Ein weiteres Workshop-Ergebnis ist die vorläufige Zusammenstellung von Akteuren und Beispielen für ländliche Mobilitätsdienstleistungen jenseits der herkömmlichen Linienverkehre.

Die Ergebnisse des Workshops zeigen überblickshaft die Bandbreite und Komplexität des Themas „Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum" und bieten - nicht zuletzt auch über eine Liste mit weiterführenden Literaturquellen - vielfältige Anregungen zum Weiterdenken und Weiterlesen.

Die Dokumentation des Workshops finden Sie hier: http://www.verkehrsplanung.tu-berlin.de/uploads/media/Dokumentation-ExpertenWS_29012010_.pdf


2. Auswertung zum Verkehrsverhalten von Familien in ländlichen Räumen

Um über das Verkehrsverhalten von Familien in ländlichen und städtischen Räumen Deutschlands möglichst allgemeingültige Angaben zu erhalten, werten wir derzeit die Daten der beiden bundesweiten Studien „Mobilität in Deutschland" (2002 und 2008) und „Deutsches Mobilitätspanel" (1998-2008) aus. Die ersten Ergebnisse bestätigen den bisherigen Kenntnisstand:

·        In Deutschland steigt die PKW-Anzahl eines Haushalts sowohl in ländlichen als auch in städtischen Räumen mit dem Vorhandensein von Kindern, höherem Einkommen und der Anzahl Vollzeit erwerbstätiger Erwachsener im Haushalt.

·        Die durchschnittliche PKW-Anzahl eines Haushalts und die durchschnittliche PKW-Nutzungsintensität sind in Familienhaushalten ländlicher Räume größer als in Familienhaushalten städtischer Räume.

·        Geschlechtstypische Unterschiede im Verkehrsverhalten zeigen sich in ländlichen Familienhaushalten zum einen bei der Verkehrsmittelwahl („Modal Split"): Männer nutzen den PKW öfter als Fahrer, Frauen sind öfter PKW-Mitfahrerin und nutzen häufiger Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Daneben liefern auch die Anteile der Wegezwecke Hinweise auf eine mehrheitlich geschlechtstypische Arbeitsteilung in der Familienphase: Weibliche Erwachsene aus Familienhaushalten geben deutlich häufiger die Wegezwecke „Einkauf" und „Bringen/Holen von Personen" an als männliche.

·        Die geschlechtstypischen Unterschiede im Verkehrsverhalten sind in Haushalten mit zwei Erwachsenen mittleren Alters ohne Kinder signifikant kleiner als in Haushalten mit zwei Erwachsenen und mindestens einem Kind unter 18 Jahren.

Erstaunlich ist, dass der Anteil Freizeitwege gleichermaßen hoch ist, egal, ob Kinder im Haushalt leben oder nicht. Zudem liegt der Anteil der Freizeitwege bei Männern aus Familienhaushalten über dem Anteilswert von Männern aus Haushalten ohne Kinder. Um dies zu erklären, sind jedoch weitere, insbesondere qualitative Untersuchungen erforderlich.

Sobald die statistischen Auswertungen abgeschlossen und veröffentlicht sind (voraussichtlich im Sommer 2010), werden wir Sie im Rahmen dieses Newsletters informieren.



3. Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Unser Projekt wurde als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung" anerkannt. Die Auszeichnung fand am 17.3.2010 auf der Bildungsmesse didacta in Köln statt.

Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Diese internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den formellen und informellen Bildungsbereichen zu verankern. Näheres unter: www.bne-portal.de



4. Ausblick: Interviews mit Familien

Es ist geplant, im Sommer/Herbst 2010 mehrere Interviews mit Familien ländlicher Räume durchzuführen. Ziel der Befragung ist es, verschiedene familiäre Mobilitäts- und Innovationstypen zu ermitteln. Nach indikatorenbasierter Beratung durch das Bundesamt für Raumordnung, Bereich Raumbeobachtung, sind die familienreichen Landkreise Emsland (vor allem Gemeinde Spelle) und Havelland (vor allem Gemeinde Schönwalde-Glien) für die Befragung vorgesehen.

Wenn Sie in diesen Gemeinden Familien kennen, deren jüngstes Kind im Grundschulalter ist, so freuen wir uns sehr über einen Hinweis.



5. Aktueller Lesetipp

Die aktuelle Feministische GeoRundMail Nr. 43 befasst sich mit dem Thema "Mobilität, Multilokalität und Gender".

Näheres unter: http://www.ak-geographie-geschlecht.org/pages/rundbrief.html

Dort finden Sie auch einen Artikel über unser Projekt.

In der Feministischen GeoRundMail werden vierteljährlich zu wechselnden Themenschwerpunkten Projektbeschreibungen, Tagungsankündigungen und -berichte, aktuelle Publikationen und Informationen zur Hochschulpolitik zusammengefasst.



6. Veranstaltungen oder Neuerscheinungen? - Melden Sie sich!

Wenn Sie in Zukunft über diesen Newsletter auf Veranstaltungen oder Neuerscheinungen im Themengebiet „Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum" hinweisen möchten, so melden Sie sich:

Melanie Herget (Dipl.-Umweltwiss.), Tel. 030-314-28160,

Wir freuen uns über Ihre Beiträge!

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe