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TU Berlin

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Ausgabe 5 – Dezember 2011

Willkommen zum fünften Newsletter – wir freuen uns, dass Sie sich für unser Projekt „Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum“ interessieren!

Und nicht zu vergessen: Ihnen alles Gute für die Festtage und für das neue Jahr!

Im Folgenden bieten wir Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand des Projektes, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Volkswagen AG Konzernforschung, sowie allgemeine Hinweise auf einschlägige Veranstaltungen, Projekte und Veröffentlichungen.

1. Auswertung der Studie „Mobilität in Deutschland 2008“

2. Interviews mit Familien ländlicher Räume

3. Vorbereitung des Projekt-Handbuchs

4. Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Projekts

5. Veranstaltungshinweise

6. Hinweise auf weitere Projekte

7. Literaturempfehlungen

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1. Auswertung der Studie „Mobilität in Deutschland 2008“

Um über das Verkehrsverhalten von Familien in ländlichen und städtischen Räumen Deutschlands möglichst allgemeingültige Angaben zu erhalten, haben wir die Daten der bundesweiten Studie „Mobilität in Deutschland“ von 2008 gezielt ausgewertet. Zentrale Ergebnisse:

a) Bei den Vergleichen von Familien-Haushalten in Ländlichen Räumen versus solchen in Kernstädten finden sich ausschließlich signifikante bis höchst signifikante Testergebnisse. Hier scheint es besonders deutliche Unterschiede im Verkehrsverhalten zu geben.

b) Auch bei den Vergleichen nach Geschlecht fallen sehr viele Tests signifikant bis höchst signifikant aus, was dafür spricht, dass auch heute noch die Kategorie ‚Geschlecht‘ bei Untersuchungen zum Verkehrsverhalten eine wichtige und zu berücksichtigende Einflussgröße sein sollte.

c) Bei den Vergleichen zwischen Haushalten mit verschiedenen Erwerbsmodellen wurden nur wenige signifikante Unterschiede festgestellt. Wird allerdings nicht nur nach Erwerbsmodell, sondern zugleich auch nach Geschlecht differenziert, zeigen sich durchaus signifikante und interessante Unterschiede. Auch dies spricht dafür, dass bei Untersuchungen zum Verkehrs-verhalten grundsätzlich die Kategorie ‚Geschlecht‘ so weit wie möglich mit berücksichtigt werden sollte.

Weitere Informationen: Melanie Herget, Tel. 030-314-28160, 

 

2. Interviews mit Familien ländlicher Räume

In umfangreichen Interviews mit Eltern zweier ländlicher Räume (Landkreis Emsland, Landkreis Ludwigslust) wurden insgesamt 28 Elternteile befragt.

Während in einem ersten Auswertungsschritt ermittelt wurde, wie die befragten Elternteile die in den Interviews vorgestellten sechs Beispiele für mobilitätsbezogene Dienstleistungen bewerten, besteht der aktuelle Schwerpunkt der Auswertungsarbeit darin, über alle Interviews hinweg nach typischen Argumentations- und Verhaltensmustern zu suchen (Typenbildung). Die Ergebnisse der Interview-Studie werden auf unserem zweiten ExpertInnen-Workshop am 16. und 17. Februar 2012 in Berlin vorgestellt. Zudem werden die Ergebnisse für das geplante Projekt-Handbuch (siehe nächster Punkt) redaktionell aufbereitet.

 

3. Vorbereitung des Projekt-Handbuchs

Mit unserem Projekt-Handbuch werden wir die zentralen Projektergebnisse in redaktionell aufbereiteter Form dokumentieren und gezielt bundesweit an thematisch nahestehende Personen und Institutionen versenden. Neben der Printversion ist auch eine pdf-Version geplant, die nach Projektende im Sommer 2012 über unsere Projekthomepage frei verfügbar sein wird. Selbstverständlich werden wir Sie als Newsletter-Leserinnen und -Leser sofort informieren, sobald unser Projekt-Handbuch online erhältlich ist.

Das Handbuch wird aus drei Themenbereichen bestehen:

Der 1. Themenbereich – „Forschung“ – skizziert die von uns ermittelten typischen Verkehrsverhaltensmuster und Einstellungen von Eltern ländlicher Räume.

Der 2. Themenbereich – „Praxis“ – beginnt mit einer kurzen Einführung in die Ökobilanzierung und in die spezifischen Schwierigkeiten bei der Bewertung von Umweltschutzeffekten mobilitätsbezogener Dienstleistungen. Anschließend wird eine Übersicht über möglichst viele Beispiele guter Praxis in Form einer Deutschlandkarte gezeigt, gefolgt von ca. 10 Kurzsteckbriefen zu ausgewählten Beispielen.

Im 3. Themenbereich – „Kommunikation“ – werden schließlich ausgewählte Kommunikationskonzepte aus dem noch ausstehenden zweiten ExpertInnen-Workshop vorgestellt.

Damit das Handbuch einen hohen praktischen Nutzen hat, wird es neben den geschilderten Kurzbeschreibungen der Projektergebnisse zahlreiche nützliche Hinweise auf weiterführende Literatur, Internet-Links und Adressen geben.

 

4. Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Projekts

Im Rahmen der internationalen 9th Biennial Conference on Environmental Psychology in Eindhoven, Niederlande, wurde das Projekt am 26.9.2011 in Form eines Vortrags in englischer Sprache vorgestellt (siehe: www.verkehrsplanung.tu-berlin.de/fileadmin/fg93/Aktuelles/Herget_Handout_Eindhoven300911.pdf ).

Auf der 2. Jahrestagung des Pegasus Nachwuchsnetzwerkes für Mobilitäts- und Verkehrsforschung (www.pegasus-netzwerk.de), die diesmal an der Technischen Universität Braunschweig stattfand, wurde das Projekt in Form einer ausführlichen Poster-Präsentation vorgestellt und mit Doktorandinnen und Doktoranden aus verschiedenen deutschen Forschungseinrichtungen diskutiert.

 

5. Veranstaltungshinweise

Daseinsvorsorge regional“ – Auftaktkonferenz des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge

veranstaltet vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), am 1. und 2. Dezember 2011 im Umweltforum Auferstehungskirche, Pufendorfstr. 11, 10249 Berlin. 
Anmeldung und weitere Informationen: Johann Kaether, Projektassistenz Hochschule Neubrandenburg, Tel. 0395-5693-4703, Fax 0395-5693-4999, 

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) Berlin

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veranstaltet am 25. und 26. Januar 2012 im International Congress Center (ICC) Berlin im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) das 5. BMELV-Zukunftsforum Ländliche Entwicklung. Das diesjährige Thema ist "Ländliche Räume im demografischen Wandel".

In diesem Kontext ist für den 26. Januar von 9:30 bis 12:00 Uhr in Saal 8 eine Podiumsdiskussion geplant zum Thema „Daseinsvorsorge unter Druck – Wie reagieren auf Bevölkerungsrückgang und veränderte Altersstruktur?“ Die Projektmitarbeiterin Melanie Herget wird als Teilnehmerin des Podiums Fragen und Lösungsansätze zum Handlungsfeld Mobilität in die Diskussionen mit einbringen: www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/begleitveranstaltungen/nr-14/

Fachtagung „Erwerbschancen für Frauen im ländlichen Raum“ in Hohebuch

Der LandFrauenverband Württemberg-Baden und die Agrarsoziale Gesellschaft e.V. veranstalten am 16. und 17. Februar 2012 in der Ländlichen Heimvolkshochschule Hohebuch eine Fachtagung zu den Fragen: Welche Chancen haben Frauen in ländlichen Räumen, sich in Beruf und Karriere zu verwirklichen? Wie kann es gelingen, mit strukturellen Nachteilen umzugehen und damit auch die zunehmende Abwanderung aus ländlichen Räumen zu verhindern? Näheres unter:www.asg-goe.de/pdf/ASG-Seminar-Hohebuch---Erwerbschancen-fuer-Frauen.pdf 
Ansprechpartnerin: Gabriele Muntwiler, Bildungs- und Sozialwerk des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V., Tel. 0711-24 89 27-12,

 

6. Hinweise auf weitere Projekte

Pilotprojekt „Mobilfalt“ – Privatfahrten werden Teil des Öffentlichen Nahverkehrs

Der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) wagt ein bundesweit einmaliges Experiment: In mehreren nordhessischen Gemeinden kann in Zukunft jeder, der möchte, seine Fahrten anderen anbieten und erhält dafür eine festgelegte Kostenerstattung von 30 Cent pro Kilometer. Eine Internet-Plattform integriert die angebotenen privaten Fahrten zusammen mit Bedarfsverkehren und Linienverkehren in einer einheitlichen Fahrplanauskunft. Näheres unter: www.nvv.de/115.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=725&cHash=1e4f9a35d440377e4ab08c7fc22042a8

Projekt „FloReSt – Flexible Flottenstrukturen im regionalen Straßenpersonenverkehr“

Ziel dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Vorhabens an der FH Erfurt ist die Entwicklung eines Leitfadens sowie eines Berechnungsverfahrens für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen zur technisch-wirtschaftlichen Bewertung ihrer Flottenstrukturen. Näheres unter: www.fh-erfurt.de/fhe/vur/metaprojektliste/2008/florest-flexible-flottenstrukturen-im-regionalen-strassenpersonenverkehr/

 

7. Literaturempfehlungen

a. – für alle, die sich beruflich mit Kommunaler Entwicklung beschäftigen:

BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung & BMVBS – Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) (2011): Regionalstrategie Daseinsvorsorge – Denkanstöße für die Praxis.http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_614896/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVBS/Sonderveroeffentlichungen/2011/DL__RegionalstrategieDaseinsvorsorge,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_RegionalstrategieDaseinsvorsorge.pdf

BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2010): Vielfalt des Demografischen Wandels. Eine Herausforderung für Stadt und Land. BBSR-Online-Publikation, Nr. 06/2010. Bonn.http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_187652/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BBSROnline/2010/DL__ON062010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_ON062010.pdf

BMVBS – Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) (2011a): Verkehrs- und Kostenfolgen der Siedlungsplanung. Nutzerhandbuch für den Verkehrsfolgekostenschätzer Version 1.0. BMVBS-Online-Publikation 02/11.http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_614896/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVBS/Online/2011/DL__ON022011,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_ON022011.pdf

BMVBS – Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) (2011b): Abschätzung und Bewertung der Verkehrs- und Kostenfolgen von Bebauungs- und Flächennutzungsplänen insbesondere für die kommunale Siedlungsplanung unter besonderer Berücksichtigung des ÖPNV. BMVBS-Online-Publikation 03/11.http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_614896/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVBS/Online/2011/DL__ON032011,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_ON032011.pdf

Henkel, Gerhard (2011): Das Dorf. Landleben in Deutschland – gestern und heute. Theiss Verlag.

Schmied, Doris & Henkel, Gerhard (Hrsg.) (2009): Was Dörfer stark und lebendig macht. Cuvillier Verlag.


b. – für Lehrkräfte:

bpb – Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.) (2008): Mobilität und Umwelt. Themenblätter im Unterricht Nr. 71. http://www.bpb.de/files/LO6NY8.pdf

„HVV-Mobility“ – Multimediale Lernumgebung zum Thema "Mobilität und Verkehr" des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV):http://www.umweltschulen.de/net/fahrt.html Die CD ist für Schulen der Freien und Hansestadt Hamburg kostenlos, für Interessenten aus anderen Bundesländern auf Anfrage. Die Online-Version kann kostenlos genutzt werden. Kontakt: Dr. Andreas Huber (HVV), 

„Anna und der Bus“ – ein interessantes Angebotspaket für Grundschulkinder, Eltern und Lehrkräfte, bestehend aus Film, Verkehrsunterricht und Aktionstag, konzipiert von Weser-Ems Bus. http://www.weser-ems-bus.de/weseremsbus/view/mdb/weser_ems_bus/service/pdf/MDB52506-elternflyer.web.pdf


c. – für alle, die es lieber in Romanform mögen:

Hochreither, Irmgard (2011): Schöner Mist: Mein Leben als Landei. Ullstein Taschenbuch.

Sezgin, Hilal (2011): Landleben: Von einer, die raus zog. Dumont Buchverlag.

Meier, André (2011): Die kleine Aussteigerfibel. Landleben für Anfänger von A-Z. Piper Taschenbuch.

Moor, Dieter (2009): Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht. Rororo Verlag.



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Melanie Herget (Dipl.-Umweltwiss.), Tel. 030-314-28160, 

 

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