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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Mögliche Themen für Abschlussarbeiten

Bachelorarbeiten

Mittwoch, 23. Januar 2019

Bachelorarbeiten
Titel
Auf dem Weg zur Verkehrswende in Berlin?
Inhalt
Mit der neuen Rot-Rot-Grünen Koalition wurden umfangreiche verkehrspolitische Maßnahmen in die Koalitionsvereinbarungen und in ein Mobilitätsgesetz übernommen, die eine Verkehrswende in Berlin erreichbar erscheinen lassen. Zudem lässt der gesellschaftliche Diskurs ein großes Interesse an Themen der der Nahmobilität und nachhaltigen Stadtmobilität erkennen.

Aufgaben
Unabhängig vom Ausgang und der tatsächlichen Umsetzung der Verkehrspolitik in Berlin soll die Entwicklung und Diskussion der letzten Jahre nachgezeichnet werden. Wie ist es dazu gekommen,
dass Themen der nachhaltigen Mobiliät und des Radverkehrs in Berlin verstärkt diskutiert und medial vertreten werden? Welche Akteure sind relevant und welche Interessen verfolgen sie? Wie schauen die vereinbarten verkehrpolitischen Maßnahmen aus und wie sollen sie implementiert werden?

Betreuer
Hoor
Titel
Zum Verhältnis von Informations- und Kommunikationstechnologien und der Verkehrsentwicklung
Inhalt
Spätestens seit den 1990er Jahren gelten die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als Hoffnungsträger für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Sowohl im Personen- wie im Güterverkehr sollen sie dazu beitragen den Verkehr zu verbessern, zu verlagern, oder sogar zu vermeiden. Tatsächlich verläuft die Verkehrsentwicklung bis heute allerdings in eine andere Richtung, hier steigt das Verkehrsaufkommen im Straßenverkehr weiter an, mit allen damit verbundenen negativen Umwelteffekten.
Aufgaben
Auf der Basis der vorliegenden Literatur soll zunächst eine Bestandsaufnahme des Forschungsstands durchgeführt werde. Dabei soll der Fokus auf die Zeit 1990 bis 2017 gerichtet sein. Darüber hinaus soll aber auch recherchiert werden, ob es Arbeiten zu vorangegangenen Kommunikationstechnologien gibt, die die Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung thematisieren, angefangen mit der Erfindung des Telegrafen, Telefon etc.
Die Ergebnisse sollen systematisch aufbereitet, diskutiert und bewertet werden.
Abschließend erfolgt eine eigenständige Einschätzung der möglichen zukünftigen Bedeutung von IKT für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung
Betreuer
Schwedes
Literatur
Pendlerstudie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung

 

 

 

Masterarbeiten

Mittwoch, 23. Januar 2019

Masterarbeiten
Titel
Parkspuren zu Fahrradspuren ohne Verluste – geht das?

Inhalt
Ausschreibung einer Abschlussarbeit des „Netzwerks Fahrradfreundliches Neukölln“
Untersuchung der Möglichkeiten einer parkdruckneutralen* Umwandlung von Kfz-Parkspuren
an den drei Hauptverkehrsstraßen in Nord-Neukölln in Fahrradspuren Du bist Student*in der Verkehrs-/Stadtplanung, Verkehrswissenschaften, Stadtgeographie oder einem thematisch nahen Studiengang und auf der Suche nach einem Thema für die Abschlussarbeit, bei dem du nicht nur deine eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch einen Beitrag für die Umsetzung einer Verkehrswende vor Ort liefern kannst? Dann hätten wir eine Idee:
Worum geht’s?
Der Raum auf Hauptverkehrsstraßen ist wertvoll und nachhaltige Mobilitätsformen brauchen ihren (geschützten) Platz. Im urban geprägten Nord-Neukölln, mit einem ausgezeichneten ÖPNV, niedriger Motorisierung (<200 Pkw auf 1000 Anwohnende) und steigenden Anteilen des Radverkehrs verfügen die Hauptverkehrsstraßen bisher kaum über Radinfrastruktur. Dabei gibt es an allen Hauptverkehrsstraßen beidseitige Parkmöglichkeiten. Eine Möglichkeit bestünde darin, diesen Straßenraum in geschützte Radspuren umzuwandeln. Das würde den Wegfall einer aktuell unbestimmten Anzahl von Parkplätzen zur Folge haben. Dem steigenden Parkdruck könnte eine Einführung der Parkraumbewirtschaftung Abhilfe bieten. Zudem gibt es unter Autobesitzer*innen einen anzunehmenden Anteil, der bei besserer Radinfrastruktur auf das eigene Auto verzichten würde. Außerdem eignen sich einige Nebenstraßen im Ortsteil Neukölln für Querparken, so dass dort für die wegfallenden Parkstände neue Parkflächen geschaffen werden könnten. Hinzu kommt das noch unzureichend genutzte Potential bei Parkhäusern und privaten Stellplätzen
Aufgaben
Was wäre die Arbeit?
Es sollte eine Analyse einer parkdruckneutralen* Umwandlung von Parkständen an den drei Hauptverkehrsstraßen in Nord-Neukölln (plus eventuell Wildenbruchstraße/Erkstraße) zu Radspuren entstehen. Wie genau du das machen würdest, ob alle oben genannten Faktoren berücksichtigt werden und wo du die Grenzen setzt, ist dir überlassen.
Wie unterstützen wir?
Wir unterstützen mit Daten und lokalem Wissen, würden dich bei Bedarf auch bei Fragestellungen und Methodik beraten und können helfen, Daten (beispielsweise wo es Straßen mit Quer-/Schrägparkpotential gibt) zu beschaffen. Wenn du die Ergebnisse für uns in einem ca. zweiseitigen Paper zusammenfassen würdest, könnten wir dir eine Aufwandsentschädigung zahlen.
Du bist interessiert?
Dann schreibe uns bitte kurz etwas zu deinem Background, deiner Motivation (ein Absatz) und wir telefonieren einfach mal.
Du erreichst uns unter netzwerk@fahrradfreundliches-neukoelln.de
Betreuer
extern
Literatur
Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln
Titel
Mit Sicherheit auf dem Rad! Über absolute und gefühlte Sicherheit des Radfahrens in Berlin.

Inhalt
Im Jahr 2016 sind 17 Radfahrer*innen im Berliner Straßenverkehr ums Leben gekommen. Dabei spielen Rechtsabbiegeunfälle eine große Rolle. Aber auch alltägliche Konfrontationen und gefährliche Situationen spielen bei der subjektiven Bewertung von Sicherheit eine große Rolle, welche sowohl eine Barriere für potentielle Nutzer*innen darstellt, als auch spezifische Anforderungen an Verkehrsplanung und -politik stellt.
Aufgaben
Dokumenten- und Datennalyse zu Unfallstatistiken, Interviews mit Rasfahrenden zur gefühlten Sicherheit und alltäglichen Gefahrensituationen
Betreuer
Hoor
Literatur
R. Aldred (2016): Cycling near misses: Their frequency, impact, and prevention. Transportation Research Part A: Policy and Practice
Titel
Mobilität im Wandel - Löst das Fahrrad das Auto als Wunschobjekt ab?

Inhalt
In der medialen Berichterstattung wird immer wieder eine Abkehr der Deutschen vom Auto als Statussymbol und Wunschobjekt proklamiert. Dabei zeigen auch wissenschaftliche Studien, dass der Führerscheinbesittz unter Jugendlichen stagniert oder gar rückläufig ist. Zeitgleich wird das Fahrrad in seinen unterschiedlichen Erscheinungen immer bedeutsamer für die individuelle Ausgestaltung des Lebensstils und für die Erfüllung städtische Mobilitätsbedürfnisse. Ziel der Arbeit ist es, diese Entwicklung in einer der möglichen Perspektiven zu beleuchten.
Aufgaben
Mögliche Aufgaben oder Forschungsfragen könnten darin bestehen den Trend (1.) in seinen räumlichen Gegebenheiten (Stadt vs. Ländlicher Raum; Innenstadt vs. Außenbezirke); (2.) seinen soziostrukturellen Verankerungen (verschiedene Altersgruppen; soziale Milieus und Lebensstile); oder (3.) seinen technischen Ausprägungen (Urban Bikes, Lastenräder, Pedelecs) zu untersuchen.
Betreuer
Hoor
Literatur
Titel
Pedelecs – Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung?

Inhalt
Im Rahmen der Diskussion über Elektroverkehr gelten vor allem Pedelecs als ein Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung. Diese These wurde bisher nicht überprüft.
Aufgaben
Es soll ein Konzept entwickelt werden, das es ermöglicht, die Nutzung von Pedelecs unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu bewerten.
Betreuer
Schwedes
Literatur
Umweltbundesamt (UBA) (2014): E-Rad macht mobil. Potenziale von Pedelecs und deren Umweltwirkung.
Titel
Modellprojekt Möckernkiez – Autofreies Wohnen in Berlin

Inhalt
Um die selbstgesetzten Ziele eines klimaneutralen Berlin im Jahr 2050 zu erreichen, muss der Verkehrssektor einen Beitrag leisten. Dabei bildet der private Autoverkehr, der deutlich reduziert werden muss, eine besonders große Herausforderung. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der aktuellen städtischen Wachstumsdynamik, stellt sich die Frage, wie das Wohnen in Berlin ohne privaten Pkw organisiert werden kann. Das gerade bezugsfertig gewordenen genossenschaftliche Wohnungsbauprojekt „Möckernkiez“ in Kreuzberg, ist eines der wenigen realisierten Beispiele autofreien Wohnens in Deutschland.
Aufgaben
Die Arbeit soll zunächst den Planungsprozess nachvollziehen und die Motivation der Genossenschaftsmitglieder_innen für ein autofreies Quartier ermitteln. Dann soll das Quartiers-Konzept näher untersucht und auf Basis der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur kritisch diskutiert werden. Daraufhin erfolgt eine Einordnung des Modellprojekts in den bezirklichen und gesamtstädtischen Kontext sowie eine abschließende Bewertung. Schließlich sollen mit Blick auf zukünftige vergleichbare Projekte Lehren aus den Erfahrungen gezogen und Handlungsempfehlungen entwickelt werden.
Betreuer
Schwedes
Literatur
www.moeckernkiez.de/wp-content/uploads/Modellprojekt_M%C3%B6ckernkiez_Brosch%C3%BCre_2013.pdf
Titel
Analyse der Entscheidungsprozesse zur Parkraumverordnung in Berlin
Inhalt
Die seit den 1930er Jahren bestehende Parkraumverordnung verpflichtet Immobilienbesitzer zur Schaffung von Autostellplätzen. Auf diese Weise erhöht sich die Attraktivität, das Auto in der Stadt zu nutzen. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bemüht sich seit einigen Jahren, die Parkraumverodnung dahingehend zu ändern, dass die Schaffung von Autostellplätzen reduziert wird, um auf diese Weise die Autonutzung in der Stadt einzuschränken. Bis heute stößt sie dabei allerdings auf energischen Widerstand. Die erkenntnisleitende Fragestellung lautet, woran scheitert bis heute die Umsetzung dieser verkehrspolitischen Maßnahme?
Aufgaben
1) Historische Aufarbeitung der Parkraumverordnung und der kontroversen Debatte bis in die Gegenwart 2) Experteninterviews mit den relevanten Berliner Akteuren 3) Transkription und Auswertung der Interviews 4) Darstellung der Hürden beim politischen Entscheidungsprozess und denkbare Lösungsvorschläge
Betreuer
Schwedes
Literatur
Hermann Knoflacher (2009): Stehzeuge. Der Stau ist kein Verkehrsproblem, Wien: Böhlau.
Titel
Mobilitätsuntersuchungen und das zunehmende Interesse der Wissenschaft an Zusatzinformationen
Inhalt
Mobilitätstagebücher sind bei Mobilitätsuntersuchungen Standard. Dennoch unterscheiden sich die Befragungen hinsichtlich des Aufbaus und Umfangs der zusätzlichen Haushalts- und Personenfragebogen. Festzustellen ist ein zunehmendes Interesse der Befragungsinstitute an Zusatzinformationen.
Aufgaben
Auswahl räumlich relevanter Faktoren für die zirkuläre Mobilität. Clusteranalyse der Berliner Ortsteile anhand der ausgewählten Faktoren. Charakterisierung der Ortsteile aufbauend auf der Cluster Analyse. Kartographische Darstellung der Charaktersierung mittels GIS.
Betreuer
Schwedes, Florian Breitinger M. A.; Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft, TU Berlin
Literatur
Berger, M. (2004): Typologiebildung und Erklärung des Aktivitäten – (Verkehrs-) verhaltens – ein Multimethodenansatz unter Verwendung der Optimal Matching Technik. Weimar. Verlag der Bauhaus-Universität Weimar.
Kunert, U. (1992): Individuelles Verkehrsverhalten im Wochenverlauf. Beiträge zur Strukturforschung. Heft 130. Dunker und Humboldt. Berlin.
Pas, E. I. (1984): The effect of selected sociodemographic characteristics on daily travel-activity behavior. In: Environment and Planning A. 18. S. 571–581.
Titel
Der Bundesverkehrswegeplan 2015 im Kräftefeld verkehrspolitischer Lobbys
Inhalt
Am 16.03.2016 hat das Bundesverkehrsministerium den Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2015 vorgestellt.  Aufgrund des hohen Investitionsvolumens (264 Mrd. €) sowie der Langfristigkeit der Vorhaben (15 Jahre) handelt es sich beim BVWP um das bedeutsamste (Verkehrs-)Planwerk in Deutschland. Durch die ebenso hohe Relevanz für die zukünftige Verkehrsentwicklung in Deutschland ist davon auszugehen, dass sowohl zivilgesellschaftliche als auch wirtschaftliche Einflussträger versuchen, auf die Gestaltung des BVWP Einfluss zu nehmen und ihre jeweiligen Interessen geltend zu machen.
Bisherige Forschungsarbeiten zum Thema Lobbyismus in der Verkehrspolitik haben gezeigt, dass die beteiligten gesellschaftlichen Akteure unterschiedlich starken Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess ausüben. Im Rahmen demokratischer Gesellschaftsverhältnisse stellt sich die Frage, wie sich die unterschiedlich starke Einflussnahme verschiedener gesellschaftlicher Akteure erklärt und ob sie demokratisch legitimiert ist. 
In der ausgeschriebenen Arbeit soll die Neukonzeption des BWVP zum Anlass genommen werden, in Form einer Diskursanalyse zu eruieren, inwieweit einzelne Einflussträger ihre Interessen in besonderem Maße verwirklichten. In einem zweiten Schritt soll ein Modell entwickelt werden, welches die verkehrspolitische Relevanz bzw. Einflussfähigkeit der Akteure auf den BVWP anhand von messbaren Faktoren abschätzt. Gibt es eine Möglichkeit, die Bedeutsamkeit eines Akteurs im Vergleich zu konkurrierenden Lobbys zu quantifizieren? Im Idealfall wird in der Arbeit ein verkehrspolitischer Index entworfen, der die beteiligten Akteure hierarchisiert und sich in ähnlicher Form auf vergleichbare Gesetzesentwicklungen anwenden lässt.
Als messbare Faktoren wurden bisher häufig sozio-ökonomisch Daten wie Zitationsindex, Mitarbeiterzahl und Jahresbudget herangezogen. Des Weiteren werden nur schwer quantifizierbare Faktoren wie Kontakte zur High-Level-Ebene, den Medien, die Anwendung von Multi-Voice-Lobbying, die möglichst frühzeitige Einflussnahme auf Gesetzesentwicklungen sowie materielle und immaterielle Abhängigkeiten zwischen den Lobbys und den politischen Entscheidern als besonders wichtige Determinanten der (verkehrs-)politischen Einflussnahme
Aufgaben
In der annoncierten Arbeit soll zunächst der Diskurs zum BVWP 2015 analysiert werden. Hierbei wird zum einen erarbeitet, ob und welche Lobbys sich besonders gut oder schlecht in der Planungsausarbeitung durchsetzen konnten. Gleichzeitig liefert die Diskursanalyse einen Ansatzpunkt, Indikatoren zur Messung von verkehrspolitischer Relevanz/Einflussfähigkeit der Interessengruppen gegenüber den politischen Entscheidern zu entdecken. Weiterhin sollen mithilfe einer Literaturrecherche zusätzliche Indikatoren gefunden werden. Im Anschluss wird ein Modell erarbeitet, das die verkehrspolitische Relevanz von Lobbys mithilfe eines Index misst.
Betreuer
Schwedes
Literatur
Tilmann Heuser/Werner Reh (2016): Die Bundesverkehrswegeplanung; Anforderungen an die zukünftige Verkehrsinfrastrukturpolitik des Bundes. In: Oliver Schwedes/Weert Canzler/Andreas Knie (Hrsg.): Handbuch Verkehrspolitik, Wiesbaden, S. 237–264.
Titel
Keine Energiewende ohne eine Verkehrswende – eine statistisch-politische Analyse des verkehrlich erzeugten Energiebedarfs
Inhalt
Auf europäischer wie auch nationaler Ebene existieren ambitionierte Klimaschutzziele. So wurde beispielsweise in Deutschland im Rahmen der Energiewende beschlossen, dass der Anteil der erneuerbaren Energiequellen bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent gesteigert werden soll – und dies bei gleichbleibender Zuverlässigkeit und Preisstabilität. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenbündel zusammengestellt. Hierzu zählen unter anderem die Reform des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG), die Beschleunigung des Ausbaus des deutschen Stromnetzes sowie die Förderung von Energieforschung. Zugleich ist aber auch die Steigerung der Energieeffizienz eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende.
Dabei spielt der Verkehrssektor als einer der größten CO₂-Emittenten eine zentrale Rolle. Gleichzeitig ist der Verkehr jedoch der einzige Sektor, in dem die CO₂-Emissionen weiter steigen.
Aufgaben
Ziel der Masterarbeit ist es daher, verschiedene Teilaspekte des Themenfeldes umfassend zu bearbeiten und den aktuellen Stand in der Wissenschaft sowie aktuelle statistische Informationen zu ermitteln. Die Aufarbeitung der Analyseergebnisse soll so erfolgen, dass sie a) für weitere Untersuchungen genutzt werden können und b) die These untermauern oder widerlegen, dass eine Verkehrswende für eine erfolgreiche Energiewende von entscheidender Bedeutung ist.
Grundlage ist eine Zusammenstellung des aktuellen Forschungs- und Wissensstands zu den CO2-Emissionen und Energieverbräuchen in Europa und insbesondere in Deutschland, bei der besonderen Wert auf eine detaillierte Aufschlüsselung der aktuellen und erwarteten Verbräuche gelegt wird. Insbesondere ist hierbei der Verkehrssektor vertiefend zu betrachten. Weiterhin sollen die gewonnenen Daten im Hinblick auf die Themenstellung analysiert und ausgewertet sowie auf Synergieeffekte mit anderen Emissionsarten eingegangen werden.
Als zweiter Schwerpunkt sollen die aktuellen nationalen Ziele der Umwelt-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Forschungspolitik zusammengestellt werden, um Handlungsfelder abzuleiten, die zu einer Verkehrswende beitragen können. Sofern direkte Auswirkungen auf Deutschland absehbar sind, sollen ergänzend europäische politische Zielsetzungen betrachtet werden.
Abschließend sollen verschiedene Verkehrsszenarien für Deutschland abgeleitet und ihre Effekte auf eine Verkehrs- und Energiewende erläutert werden. Eine Zusammenstellung von Handlungsempfehlungen und Argumente für oder gegen die genannte These runden die Arbeit ab. Weitere Informationen erhalten Sie bei Interesse an der Arbeit in einem persönlichen Gespräch.
Betreuer
Schwedes
Literatur
Canzler, Weert; Knie, Andreas (2013): Schlaue Netze: Wie die Energie- und Verkehrswende gelingt. oekom Verlag.
European Environment Agency (EEA) (2017): EU greenhouse gas emissions from transport increase for the second year in a row. Copenhagen.
www.eea.europa.eu/highlights/eu-greenhouse-gas-emissions-from-transport-increased [Zugriff am 30.06.2017
Titel
Temporäres Spielen auf der Straße –  Grundlagen nach StVO und Möglichkeiten im internationalen Vergleich
Inhalt
Ziel der Masterarbeit: Aufzeigen von Möglichkeiten des Spielens auf der Straße auf der Grundlage der StVO sowie hinweisende Erläuterungen zu ggf. notwendigen Veränderungen der StVO
Grundlagen: Eine Sperrung von Straßenraum zum „temporären Spielen auf Zeit“ kann im Moment nur auf der Grundlage einer Sondergenehmigung als Veranstaltung gestellt werden. Die Definition, was eine Veranstaltung ausmacht, ist in der StVO offen formuliert und kollidiert zum Teil mit dem Verständnis des „freien Spielens und Probierens“ als pädagogisches Konzept und als pädagogische Veranstaltungsgrundlage. Besonders in Großstädten wird der Raum zum „freien Spiel“ für Kinder (Definition Kinder: 0 bis unter 18 Jahre; VN Konvention über die Rechte der Kinde, hier insbesondere Artikel 3 (1) und 31) immer begrenzter. Die Länder/Kommunen/Gemeinden verfügen über immer weniger Mittel für Umbaumaßnahmen, z. B. für „verkehrsberuhigte Zonen = Spielstraßen“ oder gänzliche (für den Verkehr gesperrte) „Spielstraßen als eigenständige Spielbereiche“. Auch die anderen Spielbereiche/-plätze sind inhaltlich oft nur begrenz nutzbar, umzäunt sowie durch Erwachsene besetzt. Insbesondere in Großstädten sind diese kaum geeignet zum vielfältigen Spielen von Kindern auf glatten Ebenen. Auch „verkehrsberuhigte Zonen“ (Spielstraßen), die erfahrungsgemäß durch den fahrenden Verkehr geprägt sind (vom Fahrrad bis zum Lkw) laden nicht zum Spielen ein, sondern werden eher in Verwaltungen als „Entschleunigungsmöglichkeiten“ genutzt, aber auch als total störend durch Verkehrsteilnehmende empfunden.
Für den Bezirk Pankow wurde ein 1. Konzept entwickelt zur Einrichtung eines Straßenbereiches zum „temporären Spielen auf der Straße“ (Gudvanger Straße) und bereits modellhaft 2015 versucht umzusetzen, bis zu einem erfolgreichen Klageverfahren dagegen durch eine_n Bürger_in.
Ziel: Aufzeigen von Möglichkeiten des Spielens auf der Straße auf der Grundlage der StVO sowie hinweisende Erläuterungen zu ggf. notwendigen Veränderungen der StVO.
Aufgaben
Möglicher Forschungsgegenstand:
-    Grundlagenforschung anhand der bestehenden rechtlichen Grundlagen (StVO, Länderausführungen...) zum Thema „temporäres Spielen auf der Straße“ inkl. Auswertung von möglichen vorhandenen Studien (Verkehrsberuhigte Bereiche und ähnliches)
-    Vergleiche der bestehenden deutschen Grundlagen und Genehmigungen für das „temporäre Spielen auf der Straße“ und deren Anwendung (Bremen, Frankfurt am Main, Berlin……) insbesondere im Kontext des § 45 und § 29 StVO
-    Definition für „Veranstaltung“ anhand der Zielstellungen im Kontext der StVO
-    Temporär bespielbare Straßen im internationalen Kontext (z.B. England)
-    Gesetzliche Grundlagen und Kommentare zum Spielen (z.B. UN Kinderrechte insbesondere Artikel 3 (1) inkl. Ausführungen und deutsche gesetzl. Grundlagen) im Kontext zur vorhandenen StVO
-    „Temporär bespielbare Straße“ als „Begegnungsraum“ vs. „Begegnungszonen oder Shared Space“ als verkehrsplanerisches Instrument inkl. vorliegender Erfahrungen
-    Ggf. Kosten- und Nutzen- sowie Risikoanalyse
-    Empfehlungen für Interessierte und ggf. politische Verantwortliche damit die Möglichkeit zum „Spielen auf der Straße“ klarer formuliert und/oder einen Katalog für Empfehlungen notwendiger Anpassungen/Konkretisierungen der StVO gefertigt wird.
Betreuer
Schwedes
Literatur
Kooperationspartner: BA Pankow von Berlin
Ansprechpartnerin: Frau Münch, politische Bildung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Titel
Regionale Verkehrsentwicklung Berlin/Bradenburg
Inhalt
Nach der Wende, Anfang der 1990er Jahre, war die Region Berlin/Brandenburg noch wenig
zersiedelt und das Verkehrsaufkommen im MIV sehr gering. Diese Situation sollte erhalten
bleiben und eine Zersiedlung mit den negativen Verkehrseffekten, wie sie sich in den

westdeutschen Bundesländern vollzogen hatte, verhindert werden. Die Siedlungsentwicklung
sollte entlang der Schienenwege geführt und die Ansiedlung zwischen den Schienenwegen
verhindert werden. Auf diese Weise sollte eine nachhaltige Siedlungs- und
Verkehrsentwicklung erreicht werden. Die tatsächliche Entwicklung vollzog sich dann

diametral entgegen den ursprünglichen Zielen. Diese Diskrepanz von programmatischem
Anspruch und realer Entwicklung i
Aufgaben
Auf Basis der vorhandenen Quellen soll die Verkehrsentwicklung der Region
Berlin/Brandenburg bis in die Gegewart nachvollzogen und bewertet werden. Neben dem
umfangreichen Quellenstudium sollen zusätzlich fünf Experteninterviews durchgeführt werden.

Das Ziel ist es zum einen, die Gründe für diese Fehlentwicklung zu ermitteln. Darüber
Hinaus sollen aktuelle Handlungsempfehlungen für eine zukünftige nachhaltige
Verkehrsentwicklung in der Region Berlin/Brandenburg entwickelt werden.
Betreuer
Schwedes
Literatur
IVU (2002): Verkehrsentwicklungsplan BerlinBradenburg, 3. Zwischenbericht. Berlin/Potsdam
Titel
Die Aufteilung des öffentlichen Stadtraums
Inhalt
Der öffentliche Stadtraum ist vielfältigen Nutzungsanforderungen unterworfen. In der Vergangenheit wurde immer wieder die Dominanz parkender Autos problematisiert, wodurch die Nutzung des öffentlichen Raum stark engeschränkt wird. Neuerdings werden die Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum wieder stärker thematisiert und die Frage diskutiert, wer den öffentlichen Stadtraum in welchem Maße nutzen soll. Allerdings gibt es bisher kaum Untersuchungen, die ein adequates Bild von der aktuellen Situation zeichnen. Dabei handelt es sich aber um eine wichtige Voraussetzung, um über eine zukünftige Neuaufteilung des öffentlichen Stadtraum entscheiden zu können.
Aufgaben
Die Konzipierung einer Untersuchung der aktuellen Nutzung des öffentlichen Stadtraums am Beispiel von Berlin. Die Erhebung kann sich auf einen ausgewählten Berliner Bezirk konzentrieren. Am Ende soll aber ganz Berlin wieder in den Blick genommen werden. Das Ziel ist eine kritische Diskussion der aktuellen Nutzung des öffentlichen Stadtraums und Hinweise für eine zukünftige Neuaufteilung, die eine nachhaltige Verkehrsentwicklung unterstützt .
Betreuer
Schwedes
Literatur
Heiner Mohnheim/Rita Monheim-Dandorfer (1990): Straßen für alle. Analysen und Konzepte zum Stadtverkehr der Zukunft. Hamburg.
Titel
Der Berliner Stadtentwicklungsplan Verkehr
Inhalt
Der StEP Verkehr ist ein international beachtetes Planwerk, das einen integrierten Planungsansatz verfolgt. Bisher gibt es noch keine Analyse, die es ermöglicht, aus den Erfahrungen bei der Implementierung des Planwerks Lehren für zukünftige Planungsprozesse abzuleiten.
Aufgaben
Es soll der Entstehungsprozess des StEP Verkehr nachvollzogen und die innovativen Ansätze herausgearbeitet werden. Das erfolgt anhand vorliegender Dokumente, der Sitzungsprotokolle des runden Tisch, sowie durch Experteninterviews. Erklärt werden soll, wie es zu dem innovativen Planwerk kam und inwieweit es seinem eigene Anspruch gerecht wird. Die Arbeit soll zu einem besseren Verständnis der Implementation einer integrierten Planungsstrategie leisten.
Betreuer
Schwedes, Herman Blümel (SenStadt)
Literatur

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